Venöse Thromboembolien bei ambulanten Patienten
Jatros
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21.09.2017
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<p class="article-intro">In einer kanadischen Studie wurden 1897 Patienten mit bestätigter venöser Thromboembolie (VTE) auf Risikofaktoren untersucht (ISTH-Abstr. #OC48.4). 73,7 % der Patienten waren in ambulanter Behandlung, 23,1 % waren einer Operation unterzogen worden und 36,8 % waren innerhalb der vorangegangenen drei Monate stationär behandelt worden.</p>
<hr />
<p class="article-content"><p>Fatale Lungenembolien traten bei ambulanten Patienten häufiger als im stationären Umfeld auf, wenn die Patienten aufgrund von Demenz oder Querschnittslähmung chronisch immobilisiert waren. Francesco Dentali, Hamilton/Kanada, und Kollegen untersuchten daher in einer eingebetteten Fallkontrollstudie die Risikofaktoren für das Auftreten einer VTE bei ambulanten Patienten und entwickelten einen Risiko-Score, um Patienten mit diversen Risikoprofilen zu identifizieren.<br /><br /> Als Datenquelle diente die „Health Search – IMS Health Longitudinal Patients Database“, in die mehr als 1000 Hausärzte Daten einspeisen. Zwei Drittel der Daten wurden für die Entwicklung des Risikos-Scores und ein Drittel für die Validierung eingesetzt. Zudem wurde die „Mille in Rete“-Datenbank als unabhängige externe Datenquelle für die Validierung herangezogen.<br /> 1359880 Patienten entsprachen den Einschlusskriterien. Während der Beobachtungsphase wurden 16 317 Fälle von VTE mit einer Inzidenzrate von 1,38 per 1000 Patientenjahre identifiziert. Von den geeigneten Patienten wurden 897 521 bzw. 462 359 Patienten randomisiert zur Bildung der Kohorte für die Entwicklung des Risikoscores und der Validierungskohorte ausgewählt. Mit der Einteilung des Scores in Dezilen und der Anwendung auf die Validierungskohorte konnte der Score 27,9 % der Variationen für das VTE-Auftreten erklären. Bezüglich der Diskriminierung wurde eine AUC von 0,82 (95 % CI: 0,82–0,83) erreicht. Die Kalibrierung zeigte einen Standardfehler unter 10 % bei 70 % der Population. Die Ergebnisse der Sensitivitätsanalyse bestätigten im Großen und Ganzen die Ergebnisse der primären Analyse. Damit demonstrierte der von ihnen entwickelte klinische Score eine gute Genauigkeit in der Vorhersage des VTE-Risikos in diesem Setting, so Dentali.</p> <p><span class="link-color"><a class="article-link" href="../fachthemen/8791" data-locked="0">zurück zum Themenschwerpunkt zum ISTH 2017 Congress</a></span></p></p>
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