GTH-Jahrestagung 2021

Hämophilieprophylaxe wird immer individualisierter

Laut der World Hemophilia Foundation (WHF) soll die Hämophilieprophylaxe betroffenen Patienten ein Leben ähnlich dem der nicht betroffenen Bevölkerung ermöglichen.1 Bei Prophylaxe mit Faktor-VIII-Konzentraten wird die Optimierung mithilfe eines individualisierten Pharmakokinetik-Monitorings empfohlen. Die nächste Generation von Geräten wird Patienten selbst die Kontrolle ermöglichen.

Wesentliche Ziele der Prophylaxe bei Patienten mit schwerer Hämophilie sind die Prävention von Blutungen und der Schutz der Gelenkfunktion.1 Schon einzelne subklinische oder klinische Blutungen können langfristig zu Gelenkschäden führen, erläuterte Priv.-Doz. Dr. Robert Klamroth, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Angiologie und Hämostaseologie, am Vivantes Klinikum im Friedrichshain, Berlin. Die WHF empfiehlt aktuell eine individuelle Prophylaxe nach der patientenindividuellen Pharmakokinetik (PK), dem Blutungsphänotyp, dem Gelenkstatus sowie anderen patientenindividuellen Faktoren und Präferenzen durchzuführen.1 Hinsichtlich der PK ist insbesondere der Talspiegel des Faktors VIII (FVIII) relevant, um Spontanblutungen zu verhindern.

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