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Lang anhaltende FIX-Aktivität mit AMT-060

<p class="article-intro">Das Ziel der Gentherapie bei Patienten mit schwerer oder moderater Hämophilie B sind die effektive Kontrolle von spontanen Blutungen, das Absetzen der kontinuierlichen Prophylaxe, ein langfristiger mehrjähriger Nutzen durch eine einzige Applikation und die Verbesserung der Lebensqualität.</p> <hr /> <p class="article-content"><p>Dazu soll eine FIX-Aktivit&auml;t von 5&ndash;40 % erreicht werden, die mit dem Ph&auml;notyp einer milden Erkrankung mit sehr seltenen spontanen Blutungen einhergeht und eine Prophylaxe unn&ouml;tig macht. Ein Vektor, mit dem dieses Ziel erreicht werden k&ouml;nnte, ist AMT- 060 (AAV5-hFIX). Beim ISTH pr&auml;sentierte Wolfgang Miesbach, Universit&auml;tsklinikum Frankfurt, die aktualisierten Ergebnisse einer Phase-I/II-Dosiseskalationsstudie mit AMT-060 mit einer Nachbeobachtungszeit von bis zu 1,5 Jahren (ISTH-Abstr. #OC13.2).<br /><br /> In die Studie wurden Erwachsene mit schwerer oder moderat schwerer H&auml;mophilie B (Faktor IX &le;2 % ) eingeschlossen, die entweder einer kontinuierlichen Prophylaxe oder bei Bedarf einer FIX-Substituierung bedurften und entweder &ge;4 Blutungen pro Jahr hatten oder eine chronische h&auml;mophile Arthropathie aufwiesen. 10 Patienten haben AMT-060 in zwei Dosierungen erhalten und werden nun f&uuml;r 5 Jahre nachbeobachtet. Es wurde ein stabiler dosisabh&auml;ngiger Anstieg der endogenen FIX-Aktivit&auml;t in beiden Dosierungskohorten beobachtet. Die Anzahl j&auml;hrlicher Blutungsepisoden wurde unter der geringeren Dosierung um 54 % von 14,4 auf 6,6 gesenkt, spontane Blutungen pro Jahr um 58 % von 9,8 auf 4,2 Blutungen. In der zweiten Patientenkohorte betrug die Reduktion aller Blutungen 64 % (von 4 auf 1,5 Blutungen pro Jahr) und die Reduktion spontaner Blutungen 84 % (von 3 auf 0,5 Blutungen pro Jahr). Es traten in dieser Kohorte innerhalb eines Jahres nur 2 spontane Blutungen bei einem Patienten und keine Spontanblutung innerhalb der letzten 6 Monate der Nachbeobachtungszeit auf. Die kumulative j&auml;hrliche FIX-Supplementierung f&uuml;r alle 10 Patienten wurde um 79 % reduziert. 8 Patienten konnten auf eine regelm&auml;&szlig;ige Prophylaxe komplett verzichten.<br /><br /> An therapieassoziierten Nebenwirkungen wurden 14 Ereignisse bei 6 der 10 Studienteilnehmer berichtet. Dies waren haupts&auml;chlich erh&ouml;hte Leberenzyme, Pyrexie und &Auml;ngstlichkeit. An klinisch relevanten Nebenwirkungen wurde bei einem Patienten ein kurzzeitiges Fieber in den ersten 24 Stunden nach AMT-060-Applikation beobachtet. Zwei Patienten zeigten milde, asymptomatische Erh&ouml;hungen der Leberenzyme. Die Leberwerterh&ouml;hungen konnten ohne Verlust der FIX-Aktivit&auml;t kontrolliert werden. 3 Patienten wurden vorsorglich mit Prednison behandelt.</p> <p><span class="link-color"><a class="article-link" href="../fachthemen/8791" data-locked="0">zur&uuml;ck zum Themenschwerpunkt zum ISTH 2017 Congress</a></span></p></p>
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