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Plattform Einarztgemeinde kommt in Fahrt

Gesetzesänderung für ärztliche Hausapotheken angestrebt

<p class="article-intro">Nach mehreren erfolgreichen Veranstaltungen und regem Interesse von Landärzten und Landbevölkerung soll im Spätherbst eine Bürgerinitiative Einarztgemeinde beim Gesundheitsministerium durch die Betreiber der Plattform Einarztgemeinde (www.einarztgemeinde.at) eingereicht werden. Je mehr Gemeinden sich anschließen, desto größer sind die Erfolgschancen.</p> <hr /> <p class="article-content"><p>In Lermoos/Tirol und Schwadorf/N&Ouml; brennt der Hut: Dort haben die Gemeindeb&uuml;rger j&uuml;ngst aufgrund der fragw&uuml;rdigen Apothekengesetzgebung ihre &auml;rztliche Hausapotheke verloren. Obwohl es sich um Einarztgemeinden handelt, die nicht einmal eine &ouml;ffentliche Apotheke haben. In beiden Gemeinden hat man daher mit Unterst&uuml;tzung durch die Plattform Einarztgemeinde Informationsveranstaltungen durchgef&uuml;hrt, die ganz offensichtlich dazu beigetragen haben, das Wissen um die Auswirkungen dieser Fehlentwicklung in der Landmedizin zu verbreiten. Es spricht sich herum in der Politik und auch in der &Auml;rzteschaft. Auch immer mehr Allgemeinmediziner aus Einarztgemeinden, die noch nie selbst eine Hausapotheke hatten, schlie&szlig;en sich daher dieser Plattform an.<br /> Vor Kurzem ist es einer Delegation aus Schwadorf sogar gelungen, im Rahmen eines Termins beim Gesundheitsministerium mehr als 1000 Unterschriften betroffener Gemeindeb&uuml;rger zum Erhalt ihrer Hausapotheke zu &uuml;bergeben. Dr. Felix Andreaus aus dem Kabinett der Gesundheitsministerin zeigte Verst&auml;ndnis f&uuml;r die vorgebrachten Anliegen, wies jedoch auf die Unabh&auml;ngigkeit der Justiz hin und sah daher keine M&ouml;glichkeit, in ein laufendes Verfahren einzugreifen.</p> <h2>B&uuml;rgerinitiative auf Vorschlag des Ministeriums</h2> <p>Andreaus schlug jedoch vor, mit einer &uuml;berregionalen Initiative vorstellig zu werden: &bdquo;Wir haben immer versucht, f&uuml;r die B&uuml;rger etwas besser zu machen. Nicht immer kann dies f&uuml;r alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger gleicherma&szlig;en gelingen, wir werden aber auch weiterhin an einer Optimierung der Gesetze arbeiten.&ldquo; Die Betreiber der Plattform Einarztgemeinde werden ihn beim Wort nehmen. Denn ihr Ziel ist die Durchsetzung eines Gesetzes, welches Hausapotheken in Einarztgemeinden ohne Einschr&auml;nkungen erm&ouml;glicht. Und daher soll die B&uuml;rgerinitiative Einarztgemeinde im Sp&auml;therbst eingebracht werden.<br /> Rechtsanwalt Mag. Markus Lechner, der die Plattform juristisch ber&auml;t und unterst&uuml;tzt, erl&auml;utert die Vorgangsweise: &bdquo;Zur Unterst&uuml;tzung unseres Anliegens ben&ouml;tigen wir so viele betroffene Gemeinden wie m&ouml;glich. Die ideale Unterst&uuml;tzung wird durch eine Petition erm&ouml;glicht, die in der eigenen Ordination bzw. in der Gemeinde zur Unterschrift ausgelegt werden kann.&ldquo;</p> <h2>Individuelle Petition kann problemlos angefordert werden</h2> <p>Die Grundvoraussetzung: Einarztgemeinden sind Gemeinden, in denen nur ein Arzt f&uuml;r Allgemeinmedizin mit Kassenvertrag seinen st&auml;ndigen Berufssitz hat. Viele dieser &Auml;rzte haben jedoch keine &auml;rztliche Hausapotheke, obwohl die Gemeinde keine eigene &ouml;ffentliche Apotheke hat. Und genau an diese &Auml;rzte richtet sich die Initiative. Die individuelle Petition kann &uuml;ber die Homepage <em>www.einarztgemeinde.at</em> angefordert werden und wird dann als pdf zum Selbstausdrucken samt Gebrauchsanweisung verschickt.<br /> Der Zusatzaufwand in der Ordination durch diese Ma&szlig;nahme ist minimal und alles kann bereits im Anmeldebereich durchgef&uuml;hrt werden. &bdquo;Je mehr Gemeinden sich anschlie&szlig;en, desto gr&ouml;&szlig;er sind die Erfolgschancen so einer Initiative&ldquo;, ist Mag. Lechner &uuml;berzeugt. &bdquo;Die Politik erkennt die echten Anliegen der Bev&ouml;lkerung auf diese Art viel eher, als wenn gesetzliche Interessenvertretungen ohne wirkliche Unterst&uuml;tzung der Bev&ouml;lkerung irgendetwas wollen. Ich ersuche alle betroffenen &Auml;rzte daher um Unterst&uuml;tzung f&uuml;r diese unglaublich wichtige Ma&szlig;nahme im Sinne der Landbev&ouml;lkerung.&ldquo;</p></p>
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