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Gesetzesänderung für ärztliche Hausapotheken angestrebt
DAM
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12.07.2018
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<p class="article-intro">Nach mehreren erfolgreichen Veranstaltungen und regem Interesse von Landärzten und Landbevölkerung soll im Spätherbst eine Bürgerinitiative Einarztgemeinde beim Gesundheitsministerium durch die Betreiber der Plattform Einarztgemeinde (www.einarztgemeinde.at) eingereicht werden. Je mehr Gemeinden sich anschließen, desto größer sind die Erfolgschancen.</p>
<hr />
<p class="article-content"><p>In Lermoos/Tirol und Schwadorf/NÖ brennt der Hut: Dort haben die Gemeindebürger jüngst aufgrund der fragwürdigen Apothekengesetzgebung ihre ärztliche Hausapotheke verloren. Obwohl es sich um Einarztgemeinden handelt, die nicht einmal eine öffentliche Apotheke haben. In beiden Gemeinden hat man daher mit Unterstützung durch die Plattform Einarztgemeinde Informationsveranstaltungen durchgeführt, die ganz offensichtlich dazu beigetragen haben, das Wissen um die Auswirkungen dieser Fehlentwicklung in der Landmedizin zu verbreiten. Es spricht sich herum in der Politik und auch in der Ärzteschaft. Auch immer mehr Allgemeinmediziner aus Einarztgemeinden, die noch nie selbst eine Hausapotheke hatten, schließen sich daher dieser Plattform an.<br /> Vor Kurzem ist es einer Delegation aus Schwadorf sogar gelungen, im Rahmen eines Termins beim Gesundheitsministerium mehr als 1000 Unterschriften betroffener Gemeindebürger zum Erhalt ihrer Hausapotheke zu übergeben. Dr. Felix Andreaus aus dem Kabinett der Gesundheitsministerin zeigte Verständnis für die vorgebrachten Anliegen, wies jedoch auf die Unabhängigkeit der Justiz hin und sah daher keine Möglichkeit, in ein laufendes Verfahren einzugreifen.</p> <h2>Bürgerinitiative auf Vorschlag des Ministeriums</h2> <p>Andreaus schlug jedoch vor, mit einer überregionalen Initiative vorstellig zu werden: „Wir haben immer versucht, für die Bürger etwas besser zu machen. Nicht immer kann dies für alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen gelingen, wir werden aber auch weiterhin an einer Optimierung der Gesetze arbeiten.“ Die Betreiber der Plattform Einarztgemeinde werden ihn beim Wort nehmen. Denn ihr Ziel ist die Durchsetzung eines Gesetzes, welches Hausapotheken in Einarztgemeinden ohne Einschränkungen ermöglicht. Und daher soll die Bürgerinitiative Einarztgemeinde im Spätherbst eingebracht werden.<br /> Rechtsanwalt Mag. Markus Lechner, der die Plattform juristisch berät und unterstützt, erläutert die Vorgangsweise: „Zur Unterstützung unseres Anliegens benötigen wir so viele betroffene Gemeinden wie möglich. Die ideale Unterstützung wird durch eine Petition ermöglicht, die in der eigenen Ordination bzw. in der Gemeinde zur Unterschrift ausgelegt werden kann.“</p> <h2>Individuelle Petition kann problemlos angefordert werden</h2> <p>Die Grundvoraussetzung: Einarztgemeinden sind Gemeinden, in denen nur ein Arzt für Allgemeinmedizin mit Kassenvertrag seinen ständigen Berufssitz hat. Viele dieser Ärzte haben jedoch keine ärztliche Hausapotheke, obwohl die Gemeinde keine eigene öffentliche Apotheke hat. Und genau an diese Ärzte richtet sich die Initiative. Die individuelle Petition kann über die Homepage <em>www.einarztgemeinde.at</em> angefordert werden und wird dann als pdf zum Selbstausdrucken samt Gebrauchsanweisung verschickt.<br /> Der Zusatzaufwand in der Ordination durch diese Maßnahme ist minimal und alles kann bereits im Anmeldebereich durchgeführt werden. „Je mehr Gemeinden sich anschließen, desto größer sind die Erfolgschancen so einer Initiative“, ist Mag. Lechner überzeugt. „Die Politik erkennt die echten Anliegen der Bevölkerung auf diese Art viel eher, als wenn gesetzliche Interessenvertretungen ohne wirkliche Unterstützung der Bevölkerung irgendetwas wollen. Ich ersuche alle betroffenen Ärzte daher um Unterstützung für diese unglaublich wichtige Maßnahme im Sinne der Landbevölkerung.“</p></p>
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