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54. Jahrestagung der ÖGGH

Vorsorgekoloskopie 2021

Darmkrebs-Vorsorgeprogramme haben einen unbestrittenen positiven Effekt auf die Gesundheit der Bevölkerung. Die Notwendigkeit zeitlich dichter Nachsorgekoloskopien ist allerdings fraglich, zudem stellen sie einen erheblichen Kostenfaktor für das Gesundheitssystem dar. Die Definition von Hochrisikopatienten sowie die Qualität der Koloskopie sind wichtige Faktoren in dieser Kosten-Nutzen-Rechnung.

Die Erkenntnis, dass Darmkrebs aus vorbestehenden Gewebswucherungen (Polypen, Adenome) und nicht denovo entsteht, sowie das zunehmende Verständnis der Adenomkarzinom-Sequenz1 und in weiterer Folge des serratierten Pathways2 waren der Grundstein für die Entwicklung von Darmkrebs-Screeningprogrammen. Randomisierte, kontrollierte Studien zum Test auf okkultes Blut im Stuhl konnten einen signifikanten Rückgang in der Mortalität beim kolorektalen Karzinom zeigen.3,4 Obwohl die Ergebnisse der ersten randomisierten, kontrollierten Studien zur Vorsorgekoloskopie noch ausstehen, legen Langzeit-Beobachtungsstudien aus Europa und den USA nahe, dass der protektive Effekt einer Koloskopie über zehn Jahre anhält.5,6,7 Die Qualität der Untersuchung spielt hierbei eine wesentliche Rolle.

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