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Es geht um weit mehr als Awareness

<p class="article-intro">Univ.-Prof. Dr. Thomas C. Wascher ist seit Dezember 2016 Leiter der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit der Diabetes Initiative Österreich (DIÖ). Wir sprachen mit ihm über seine Ziele, die Abgrenzung zur Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) und Synergien mit ihr sowie über konkrete Projekte.</p> <hr /> <p class="article-content"><p><strong>Herr Prof. Wascher, Sie haben mit Dezember 2016 die Verantwortung f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit der DI&Ouml; &uuml;bernommen. Was hat Sie dazu bewogen?</strong></p> <p><strong>T. C. Wascher:</strong> Die DI&Ouml; ist eine Plattform, die relevante Stakeholder aus den verschiedensten Bereichen im Diabetes zusammenbringt und zu einem Erfahrungs-, Interessen- und Ideenaustausch untereinander beitr&auml;gt. Damit ist die DI&Ouml; eine wunderbare Erg&auml;nzungsstruktur zur &Ouml;DG als Fachgesellschaft und zu &bdquo;Face Diabetes&ldquo;, dem &ouml;ffentlichen Gesicht der &Ouml;DG. Daher habe ich die Aufgabe, die mir von der DI&Ouml; vorgeschlagen wurde, gerne angenommen. Mein Ziel ist es, Stakeholder nicht nur zu einem informellen Informationsaustausch zusammenzubringen, sondern gezielt Themen aufzugreifen, die f&uuml;r den Bereich Diabetes in &Ouml;sterreich von realem Interesse sind, und diese aus den unterschiedlichen Perspektiven der verschiedenen Stakeholder beleuchten zu lassen. Im Idealfall sollen daraus Aufrufe und Pl&auml;ne f&uuml;r konkrete Initiativen generiert werden, die dazu beitragen, dass das Thema Diabetes in der &Ouml;ffentlichkeit nicht nur problembezogen, sondern auch l&ouml;sungsorientiert sichtbar wird. Dabei geht es um deutlich mehr als die blo&szlig;e Schaffung von Awareness. Sonst w&auml;re die DI&Ouml; quasi ein weiteres &bdquo;Face Diabetes&ldquo; mit anderem Gesicht. Ziel muss es sein, Probleme zu identifizieren, zu artikulieren und L&ouml;sungswege zumindest aufzuzeigen.</p> <p><strong>Wie grenzt sich die DI&Ouml; von bestehenden Strukturen ab?</strong></p> <p><strong>T. C. Wascher:</strong> Die &Ouml;DG ist die Fachgesellschaft, die den Bereich Diabetes in medizinisch-wissenschaftlicher Richtung vertritt. &bdquo;Face Diabetes&ldquo; ist das Gesicht der &Ouml;DG in der &Ouml;ffentlichkeit, um Aufmerksamkeit f&uuml;r das Thema Diabetes zu wecken. Die DI&Ouml; ist dagegen eine &uuml;bergreifende Plattform mit dem Ziel, den Austausch unter Stakeholdern zu forcieren. Die &Ouml;DG ist als einer der Stakeholder auf dieser Plattform vertreten. Aus diesem Austausch heraus sollen L&ouml;sungswege identifiziert und entwickelt werden. Dies geht weit &uuml;ber die Kernaufgabe einer medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaft hinaus. So wendet sich die &Ouml;DG als Fachgesellschaft prim&auml;r an &Auml;rzte; &bdquo;Face Diabetes&ldquo; an die &ouml;sterreichische Bev&ouml;lkerung. Die Adressaten der DI&Ouml; sind prim&auml;r die im Rahmen des Diabetes relevanten Stakeholder und erst in einem weiteren Schritt die breite Bev&ouml;lkerung.</p> <p><strong>Sind Synergien oder Kooperationen mit der &Ouml;DG abzusehen?</strong></p> <p><strong>T. C. Wascher:</strong> Das ist ein ganz wichtiger Punkt, der unbedingt anzustreben ist. Ich sehe sehr viele Kooperationsm&ouml;glichkeiten. Wesentlich ist, dass die handelnden Personen innerhalb der &Ouml;DG und der DI&Ouml; ihre Ideen und Strategien eng miteinander abstimmen. Nur so k&ouml;nnen diese Synergien geschaffen werden, die n&ouml;tig sind, um die einzelnen Themen m&ouml;glichst breit gestreut und aus unterschiedlichen Blickwinkeln fokussiert zu bearbeiten.</p> <p><strong>Was sind die konkreten Projekte f&uuml;r 2017, was wurde schon umgesetzt?</strong></p> <p><strong>T. C. Wascher:</strong> Als zentrales Kommunikationsprojekt haben wir eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel &bdquo;Diabetes im Zentrum&ldquo; ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um ein dreimal j&auml;hrlich stattfindendes Diskussionsforum mit zw&ouml;lf bis f&uuml;nfzehn von der DI&Ouml; eingeladenen Teilnehmern, bei dem jedes Mal ein spezifisches Thema aufgearbeitet wird. Die erste Diskussionsrunde ist bereits im April unter dem Titel &bdquo;Diabetesversorgung in &Ouml;sterreich: Hat der Fortschritt die Strukturen &uuml;berholt?&ldquo; abgehalten worden. Die Ergebnisse werden in einer achtseitigen Publikation zusammengefasst und speziellen Stakeholdern zur Verf&uuml;gung gestellt, um das Thema weiterzuverbreiten. In Zusammenarbeit mit der &Ouml;DG und der &Ouml;sterreichischen Adipositas Gesellschaft hat die DI&Ouml; auch heuer den Diabetes-Tag im Rathaus mit 6000 Besuchern veranstaltet. F&uuml;r Ende des Jahres ist eine Wohlt&auml;tigkeitsveranstaltung geplant, deren Erl&ouml;s einer besonders bed&uuml;rftigen gesellschaftlichen Randgruppe und deren Diabetes-bezogenen Problemen zukommen soll.</p> <p><strong>Danke f&uuml;r das Gespr&auml;ch!</strong></p></p>
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