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Neuer Präsident der ÖGDV

Fortbildung sowie nationale und internationale Vernetzung im Fokus

Seit Jänner 2021 ist Univ.-Prof. Dr. Johann Bauer nun Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV). Wir sprachen mit Prof. Bauer über die Ziele, die er in den nächsten zwei Jahren seiner Amtsperiode verfolgen wird.

J. Bauer: Es erscheint mir wichtig, zu kommunizieren, dass die Haut ein zentrales Organ des menschlichen Körpers ist, das vorwiegend in der Kommunikation mit der Umwelt seinen Sinn findet. Die Haut ist ein 2 m2 großer Schutzschild, und bis vor Kurzem war es noch so, dass Hauterkrankungen nach der äußeren Erscheinung dieses Schutzschildes eingeteilt wurden. Dieses Konzept, das vor 200 Jahren weltweit eingeführt wurde, und zwar von Joseph Plenk, einem Österreicher und einem der Urväter unserer Gesellschaft, hat bis vor Kurzem gegolten. Im Verborgenen spielt sich jedoch oft viel mehr ab, als die Äußerlichkeiten vermuten lassen. Mittlerweile erkennen wir immer mehr, dass die Haut ein zentrales immunologisches, endokrines und regeneratives Organ ist und eine reine Blickdiagnose nicht ausreicht, um ein Krankheitsbild vollständig zu erfassen. Nach und nach erfolgt nun die molekulare Umkartierung von Hautkrankheiten. So weiß man inzwischen, dass sich die Psoriasis in verschiedene Subgruppen unterteilt, die miteinander gar nicht so verwandt sind, wie man das ursprünglich vermutet hat. Es gibt eine Psoriaris guttata, eine pustulöse Form und weitere Subformen, die jeweils anders behandelt werden müssen.

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