Wie Darmbakterien die Darmbewegung steuern
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Störungen der Darmbewegung treten häufig auf, zum Beispiel nach chirurgischen Eingriffen oder bei Personen, die am Reizdarmsyndrom erkrankt sind. Forscher aus der Schweiz und Großbritannien haben erstmals den Mechanismus beschrieben, wie das Darmmikrobiom die Darmmotilität steuert. Die Kontraktion und Entspannung der Muskeln im Dickdarm werden durch Nervenzellen reguliert, die durch bestimmte Darmbakterien beeinflusst werden. Verantwortlich dafür ist ein spezieller Rezeptor der Darmnervenzellen, der sogenannte Arylkohlenwasserstoffrezeptor AhR, der durch die Anwesenheit von Darmbakterien "eingeschaltet" wird und so eine gesunde Verdauung fördert. Die Wissenschaftler hoffen, dass in Zukunft die Aktivität von AhR in den Nervenzellen gezielt verändert werden kann, um die Folgen einer abnormen Darmbeweglichkeit zu lindern, die häufig mit Magen-Darm-Erkrankungen einhergeht.
Quelle:
Mitteilung der Universität Bern, Schweiz
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