© Bernhard Noll

Offener Brief

Versorgungslücke in der österreichischen Adipositastherapie: Politik muss handeln

Vielen Patient:innen mit Adipositas bleibt der Zugang zu leitliniengerechter evidenzbasierter Therapie in Österreich verwehrt, da die Erstattung im Leistungskatalog der Sozialversicherungen unzureichend abgebildet ist.

Adipositas ist eine anerkannte chronische Krankheit, für die es wirksame, zugelassene Medikamente gibt. Für den Einsatz liegen medizinische Leitlinien vor, sodass eine evidenzbasierte Therapie bereits möglich ist. Dennoch bleibt vielen Patientinnen und Patienten in Österreich der Zugang dazu verwehrt, da die Erstattung im Leistungskatalog der Sozialversicherungen unzureichend abgebildet ist. Der Grund: Eine mehr als 20 Jahre alte Regelung im Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) – die sogenannte Negativliste – verhindert, dass Medikamente zur Gewichtsreduktion regulär in den Erstattungskodex (EKO) aufgenommen werden können.

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